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Lügen haben kurze Beine …

… aber sie sind sehr dienlich, wenn es gilt einen roten Fälscher auf den Bürgermeistersessel zu hieven. Wie der aufbrausende Applaus bei der Verkündigung des Wahlergebnisses bei der gestrigen konstituierenden Gemeinderatssitzung zeigte, ist auch dem roten Wähler völlig egal, was sich ihr Spitzenkandidat alles geleistet hat an Intrigen, Lügengespinsten, gebrochenen Zusagen und Vereinbarungen, etc. Moral ist nicht gefragt, ja nicht einmal Kompetenz, das haben ja schon die roten Bürgermeister vor 1995 bewiesen. Hauptsache, Ebreichsdorf ist wieder ROT! Koste es, was es wolle – und das wird es auch! Und wenn schon rot, dann ordentlich und deshalb hat die zweitstärkste Fraktion nicht nur den Bgm. sondern auch den Vizebürgermeister für sich beansprucht. Als Belohnung für 20 Jahre Untätigkeit, abgesehen von den unzähligen kleinen Hilfestellungen, die er über die Jahre seinen Klienten angedeihen ließ (zumeist in der Dienstzeit …).

Es werden teure Jahre für die Stadtgemeinde kommen, aber mit einem Facility Manager als Chef über ein 20 Millionen Euro Budget kann ja nichts schief gehen, da er ja Peter Jungmeister drei mal über die Schulter geschaut hat, als dieser noch Finanzstadtrat war. Also bestens vorbereitet! Smetana, der Unabhängige mit der roten Nelke im Knopfloch als Stadtrat für eh alles (was sonst nirgends unterzubringen war) – DAS worst-case Szenario schlechthin.

Von den „Koalitionspartnern“ wurde der Wille zur Mitarbeit immerhin mit einem Sitz im Prüfungsausschuss dokumentiert (ILSE), na bitte!
Und als Krönung: Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit wird in die berufenen Hände der Milka-Partei (außen blau – innen braun) gelegt, Gott schütze unsere Jugend!

Jeder, dem es bis hierher noch nicht den Magen umgedreht hat, bringt gute Voraussetzungen für einen Gemeinderat mit.
Ich gehöre leider nicht zu dieser Spezies. Wie die letzten vier Jahre – bei deutlich günstigeren Mehrheitsverhältnissen - gezeigt haben, besitze ich keine „Tools“, ohne körperliche Beeinträchtigungen mit Lüge, Falschheit, scheinheiligen Zusagen, Engstirnigkeit, Dummheit und Verhindern um jeden Preis (entgegen dem Gelöbnis bei der Angelobung zum Gemeinderat!) umzugehen. Und anzunehmen, dass sich die Situation bei dem derzeitigen Kräfteverhältnis bessern würden wäre nicht Blauäugigkeit, sondern Blindheit oder auch Masochismus (à la Nevlacsil).

Bei aller Liebe zu meiner Heimatgemeinde, auch ich besitze nur eine Gesundheit und ich bin nicht bereit, diese einem Lügner zu opfern, damit der die Erfolge „seiner Regierung“ einheimsen kann.
Daher habe ich gestern am Ende der konstituierenden GR-Sitzung einen klaren Schlussstrich gezogen und mein Mandat nicht angenommen.

Liebes Ebreichsdorf, viel Glück und Durchhaltevermögen!

Hans Widhalm