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Sonntag, 09. Dezember 2018 15:12

Von Menschen und Übermenschen

Gerade in den letzten Jahren gibt es immer mehr Politiker, die nicht nur in ihrer eigentlichen Funktion tätig sind, sondern in vielen weiteren Gremien vertreten sind. Als Obmänner, Vorstände, Aufsichtsräte und dergleichen mehr üben manche Politiker quasi eine Vielzahl von Berufen aus und können so ihr Einkommen bis zu Rekordsummen vervielfachen.

Die Kassa stimmt sicher, aber offen bleibt die Frage, ob sie diese vielen Ämter allein zeitlich aber auch inhaltlich erfüllen könnten. Wenn das der Fall wäre, dann müssten sie wahre Übermenschen sein – und die gibt es nicht.

Ich habe während meiner bis jetzt 28jährigen Tätigkeit in der Gemeinde - auch nicht als Langzeitbürgermeister - keine zusätzliche bezahlte Aufgabe übernommen. Ganz im Gegenteil: Ich habe mich von meinem zivilen Beruf verabschiedet, um mich voll de Gemeindearbeit widmen zu können. Damit habe ich aber auch eine finanzielle Einbuße hingenommen, weil durch den früheren Antritt meine Pension auf Dauer um 40% gekürzt wurde. Es war meine freie Entscheidung, die ich in keiner Weise bedauere.

Das unterscheidet mich voll von meinem Nachfolger Bgm Kocevar, der neben der Gemeinde auch immer in seiner Landespartei tätig war. Mit der Berufung nach St Pölten zum Landesgeschäftsführer der SPÖ hat er aber eine Aufgabe übernommen, die ihn zeitlich sehr beansprucht und die man wahrlich nicht nur als Nebenberuf bezeichnen kann.